Rea Garvey feat. Kelvyn Colt - Enough Is Enough

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Rea Garvey feat. Kelvyn Colt - Enough Is EnoughDie wichtigste Frage zu Rea Garveys neuem Album muss gleich am Anfang beantwortet werden: Wer oder was ist Hy Brasil? Eine Fashionmesse? Ein neues, hippieskes Craft-Beer-Startup? Oder der Künstlername einer Skateboard-Influencerin aus Lateinamerika? Nicht googeln! >>

Dabei ist die Wahrheit noch viel verrückter. Hy Brasil war der Name einer Insel, die angeblich unmittelbar vor der Westküste Irlands lag und von 1325 an in vielen Seekarten verzeichnet war. Ein nierenförmiges Stückchen Land im Atlantik, durchzogen von einem Fluss. Ein Kapitän berichtete, die wunderschöne Insel sei unter anderem von großen schwarzen Hasen und einem Zauberer bewohnt. Irischen Mythen zufolge war sie von so dichtem Nebel umgeben, dass sie überhaupt nur alle sieben Jahre einen Tag lang vom Meer aus gesehen werden konnte. Die Erkenntnis, dass Hy Brasil wohl schlicht nicht existierte, setzte sich im 19. Jahrhundert langsam durch.

Warum heißt nun, 200 Jahre später, Rea Garveys fünftes Soloalbum „Hy Brasil“? Weil es von der unbeugsamen Kraft der Sehnsucht handelt. Von Freiheit, Gemeinschaft und von irrsinnigen Momenten des Glücks. Weil ein Album natürlich kein physischer Ort ist, aber trotzdem fantastische Räume eröffnen kann – virtuell, atmosphärisch und emotional. Weil Musik im besten Fall nun mal wie eine unsichtbare Insel funktioniert. Eine Insel, auf der getanzt, gefeiert, grenzenlos kommuniziert und im besten Sinne ausgerastet werden kann. Alles Dinge, die Menschen dringend brauchen, die aber aus bekannten Gründen derzeit nicht zu erleben sind, weder auf echten Inseln noch anderswo.

Dass die 14 Songs von „Hy Brasil“ so schillernd, bildstark und im wörtlichsten Sinn bewegend geworden sind, hat tatsächlich mit den Pandemie-Ereignissen des Jahres zu tun – wenn auch eher indirekt. Für einen so überaus aktiven Künstler wie Rea Garvey fühlten sich die notwendigen Beschränkungen zunächst wie die reine Tortur an. Einige Konzerttermine zu seinem letzten, mit Gold ausgezeichneten Album „Neon“ mussten verschoben werden. Auch die TV-Aktivitäten, die er unter anderem als Stamm-Coach bei „The Voice of Germany“ oder in der zweite Staffel von „The Masked Singer“ bestritten hatte, lagen erst mal auf Eis. Die Stimmung war, zugegebenermaßen, nicht optimal.

„Es war ein Gefühl, als würde ich auf der Rennstecke im Formel-1-Wagen sitzen, nach intensiv durchtrainierten Monaten, und nur noch auf den Startschuss warten“, erinnert sich Rea. „Und dann würde plötzlich jemand an die Scheibe klopfen und sagen: Sorry, du darfst jetzt doch nicht fahren!“ Ideen für neue Songs gab es genug. Aber eine Zeit lang lag eine seltsame, ungewohnte Schockstarre auf Reas kreativem Zentrum. „Zudem wollte ich auf gar keinen Fall eine Corona-Platte aufnehmen“, sagt er. Um positiv geladene Musik zu machen, musste er selbst erst wieder zum Kern seiner Motivation zurückfinden.

„Talk To Your Body“ war der Wendepunkt. Den Song, der als erste Vorabsingle von „Hy Brasil“ schon seit einigen Wochen heiß in den Radios rotiert, produzierte Rea gemeinsam mit dem schwedisch-österreichischen Duo DECCO (Dua Lipa, John Legend, Kelly Clarkson) und Tobias Topic, den man für Hits wie „Home“ (mit Reas „Voice“-Kollegen Nico Santos), „Perfect“ (mit Ally Brooke) oder „Breaking Me“ (mit A7S) kennt. Die Hymne über Liebe, Freiheit und die Power glorioser Momente leistete für ihre Erfinder am Ende dasselbe, was sie seit kurzem auch dem Publikum gibt: Der Song brachte sie in Bewegung.

„Manchmal merkt man als Künstler, dass man fast ein wenig vergessen hatte, wie viel unbändige Freude der kreative Prozess schenkt“, resümiert Rea Garvey. „Bei der Arbeit an ,Hy Brasil’ habe ich meine Nähe und Liebe zum Musikmachen wiederentdeckt.“ Auch die regelmäßige Streaming-Show „The YellowJacketSession“, die er mit seiner Frau Josephine und Gästen wie Max Giesinger oder Gregor Meyle produzierte, half mit. Von Mai bis August dauerte die intensive, am höchsten inspirierte Phase, in der Rea vom Berliner Heimstudio aus via Cloud in die Teamarbeit ging. Abaz und X-Plosive, die schon auf „Neon“ wichtige Rollen spielten, waren ebenso stark involviert wie die bereits genannten DECCO und Topic. „Es war lustig“, lacht Rea bei der Erinnerung: „In einer Zeit, in der es eigentlich nichts zu tun gab, war ich fast rund um die Uhr beschäftigt.“

Die ungezügelte Energie, die in diese 14 Songs gesteckt wurde, strahlen sie nun beim Hören auf ganz erstaunliche, sehr direkte Art wieder aus. „Hy Brasil“ ist ein wildes, leidenschaftliches Album geworden – eines der abwechslungsreichsten, mitreißendsten Werke, die Rea Garvey seit langem gelungen ist: vom bekannten, grandiosen Auftakt „Talk To Your Body“ über das elektrisierende „Hey Hey Hey“, den potenziellen Saturday-Night-Disco-Floorfiller „Just a Minute“ und dem Elektro-Rock’n’Roll „The One“, in dem Rea seiner Teenagertochter ein paar lebensweise Ratschläge gibt – bis zum eminent groovenden Old-School-R’n’B „Be The Best That I Can Be“, der großen Feuerzeug-Installation „Rescue Me“ und der Abschlussmeditation „Wrapped Up“, die mit der Zeile „Let’s go back to the island tonight“ die Stimmung nicht besser treffen könnte. Auf „Never Get Enough Of Your Love“ gastieren die Berliner Sängerin Nessi und der australische Rapper Illy. Und auch Kelvyn Colt und Reas bereits bewährter Duettpartner Kool Savas sind auf „Hy Brasil“ dabei.

„In dieser Zeit, in der wir alle mit vielen Einschränkungen leben müssen, ist es besonders wichtig, den Wert der Freiheit nicht zu vergessen“, fasst Rea Garvey zusammen. „Genau darum geht es auf diesem Album: um die Erkenntnis, was sich für dich selbst wirklich frei und gut anfühlt. Vielleicht ist das ja etwas, das wir für die Zukunft lernen können.“ Solange ist Hy Brasil auf jeden Fall einer der besten Ort für die Party, die wir derzeit so sehr vermissen. Wir hören uns dort.

Quelle: UMD/ Polydor

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