Rhye - Home (Album am 22.01.2021)

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Rhye - Home (Album am 22.01.2021)Für Michael Milosh aka Rhye ist das Zuhause das Zentrum von Kreativität und Gemeinschaft. Es geht über das herkömmliche Verständnis von Wänden, Treppen und Holzböden hinaus. Als letztendliches Ziel der Reise eines Wanderers ist das Zuhause Balsam für den rastlosen Geist - ein Ort, an dem man einfach sein kann. >>

Der kanadische Sänger, Songwriter und Multi-Instrumentalist ist den Großteil seines Lebens auf Reisen, verbrachte längere Zeit u.a. in Toronto, Montreal, Thailand, den Niederlanden, Deutschland und Los Angeles. Seit dem Erfolg von Rhyes Debüt "Woman" (2013) ist er fast ständig unterwegs, spielte zuletzt zwischen 50 und 100 Shows pro Jahr. "Meine Familie ist moldawisch und ukrainisch, und die Skythen waren ein Nomadenstamm in dieser Region", sagt er. "Ich habe keine Ahnung, ob es Epigenetik ist, aber ich bin immer gereist." Doch in den letzten Jahren hat sich etwas geändert. Nach einigen einschneidenden Veränderungen, einschließlich einer neuen Beziehung, sehnte sich Milosh nach einem dauerhafteren Zuhause. "Es ist der Gedanke daran, einen sicheren Ort zu schaffen, der nicht einfach nur der Kreativität dienlich ist, sondern ein wirklicher Ausgangspunkt für Kunst und kreatives Schaffen ist", sagt er.

Diese Sehnsucht erfüllte sich im August 2019, als Milosh und seine Partnerin Genevieve in Topanga den perfekten Ort fanden. Das Viertel im Westen von Los Angeles, das von den Santa Monica Mountains umgeben ist und an den Pazifischen Ozean grenzt, hat Generationen von Hippies, Künstlern und anderen Kreativen beherbergt. So auch dieses Haus, in dem seit den Siebzigerjahren alle möglichen Künstler und Musiker gewohnt haben. Die damalige Eigentümerin suchte den perfekten Käufer, jemanden, der die Tradition des Hauses weiterführen würde. "Sie führte also diese Zeremonie auf dem Grundstück durch, mit der sie versuchte, die richtigen Leute herbeizurufen, und anscheinend kamen wir am nächsten Tag", erklärte Milosh. "Die richtige Art von Zuhause stellte sich uns selbst vor, und wir stellten uns ihm vor. Es war wie eine Vereinigung zwischen uns und dem Haus."

In den letzten zwei Jahren hatte das Paar eine Reihe von Live-Events produziert, in deren Mittelpunkt Musik, Meditation, Massage und Gemeinschaft standen. Sie dienten auch als sicherer Raum für Miloshs improvisierte Experimente mit Stimme und Klang, was wiederum einen Großteil der Arbeit an Home inspiriert hat, indem es einen Zusammenhang zwischen Musik und Zuhause herstellte und dadurch aus beidem eine Einheit schuf.

Geschrieben wurde "Home" im Laufe des Jahres 2019 und Anfang 2020, aufgenommen in Miloshs Heimstudio, den United Recording Studios und Revival at The Complex, abgemischt schließlich von Alan Moulder (Nine Inch Nails, Interpol, My Bloody Valentine). Das Album klingt vertraut in seiner Synthese aus treibenden Beats, orchestralen Ornamenten, Piano-Figuren und der außergewöhnlichen Stimme, klingt aber lebhafter als auf den vorhergehenden Alben. Milosh hat die dahinterstehenden musikalischen Ideen und Prinzipien seit seiner Kindheit verfeinert, als er Cello bei seinem Vater und am Royal Conservatory of Music in Toronto studierte: "Mein Vater, ein wirklich lieber, sanfter und integrativer Mensch, war von der Idee beseelt, etwas zu fühlen, indem man nur eine einzige Note spielte, an diesem Austausch von Energie. Daran arbeiteten wir", so Milosh. "Wir sprachen darüber, wie Musik nichts bedeutet, wenn man den Zuhörer nicht dazu bringen könne, sie zu fühlen."

Jedes Element von "Home" soll auch auf einer höheren außersinnlichen Ebene nachhallen. "Dieses wunderbare Gefühl, ein Lied zu erschaffen, ist das, was mich antreibt", sagt Milosh. "Und die Möglichkeit, all das mit Instrumenten zu kreieren - nicht durch Computer und das Teraflopping von Prozessoren oder was auch immer. Nicht durch den Versuch, herauszufinden, wie man den Klang verändern kann, den man erhält, wenn man ein Klavier mit einem wirklich guten Mikrofon aufnimmt - sondern es einfach einspielen. Warum tun wir all diese anderen Dinge?"

Milosh hat ein sorgfältig ausgewähltes Set an musikalischen Spielzeugen und klanglichen Referenzen. "Es hat diese 80er-Jahre-Version von Disco, so wie Quincy Jones Disco interpretierte", sagt er etwa über "Black Rain". Um dem Song etwas von klassischem Rock zu verleihen, nahm er die Drums, ein dreiteiliges Ludwig-Kit aus den 50er Jahren, im Revival at The Complex in Los Angeles auf, welches vom angesehenen Ingenieur George Massenburg gebaut wurde. "Earth, Wind & Fire haben dort aufgenommen und der Drum Room ist perfekt, um dort einen bestimmten Ton zu bekommen", sagt er. Er verweist auf eine Sequenz aus Rimsky-Korsakovs Scheherazade als Inspiration für die Streicherarrangements des Songs. "Es gibt eine Art, Streicher einzusetzen, die sehr russisch ist, fast ballettartig", sagt er.

Regenstürme zogen während der Aufnahmen zu "Come In Closer" über Miloshs Heimstudio in Topanga und er behielt die Geräusche im finalen Mix. "Darüber, wie man näher zusammenrückt, im Haus aneinander kauert und sich vor den Elementen sicher weiß, finden sich auch Hinweise in den Lyrics. Im weiteren Sinne ist es auch eine Metapher für die unsichere Situation durch Covid-19, die sich während der Arbeit an „Home“ abzeichnete."

Obwohl das Zuhause die Inspiration und Energiequelle des neuen Albums ist, ist das, was am Ende alles zusammenhält, die Liebe – diese einzigartige Verbindung zu einem anderen Menschen und allgemein ihre Ausdrucksformen in unseren Gemeinschaften in der ganzen Welt. "Helpless“ überträgt Liebe in ihrer intimsten und romantischsten Form über R&B Sounds und dokumentiert den Wunsch, "Millionen Liebeslieder zu schreiben", nicht als die eine große Geste, sondern als alltägliches Versprechen. "Es ist ein Spiel mit der Idee, hoffnungslos verliebt zu sein", sagt Milosh. "Es soll die Akzeptanz der eigenen Verletzlichkeit ausdrücken, keine Angst vor ihr zu haben." "My Heart Bleeds", der letzte Song, der für das Album geschrieben wurde, erzählt von dem kollektiven Schmerz des Jahres 2020 und beschwört: "we’re not enemies" / "we’ve got to feel some change".

Das Album schließt mit Gesängen des Danish National Girl’s Choir ab, mit welchem Rhye 2017 eine denkwürdige Performance spielte. Er erinnert sich an den Moment, als der 49-köpfige Chor in den Konzertsaal strömte und das Publikum mit seinem Klang umhüllte. "Ich stand neben der Bühne und wartete darauf, weiterzumachen, ich hatte Tränen in den Augen und mir blieb fast die Luft weg, weil es so schön war", sagt er. "Ich wusste, dass ich den Chor auf dieser Platte haben musste." Milosh selbst hatte als Junge im Chor gesungen – als Teil der Soprane. Ein erster Schritt zu seinem distinktiven Gesangsstil. "Ich versuche immer, musikalische Ziele zu erreichen, die damit zusammenhängen, wie ich als Kind Musik gehört und mit ihr interagiert habe", sagt Milosh. Und auch diese Stimmung weist auf das Thema, das sich durch seine neue Platte zieht: Ganz gleich, wohin uns das Leben führt – we can always go home.

Quelle: UMI/ Concord via Caroline International

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